Allgemeine Information — keine individuelle Diagnose oder Rechtsberatung
Daten & Fakten
Ein Blick auf die Daten hilft, sexualisierte Gewalt einzuordnen - und zeigt: Wer das erlebt hat, ist damit nicht allein.
Das Wichtigste auf einen Blick
11,2 %
aller Befragten in Deutschland haben im Laufe ihres Lebens mindestens einen sexuellen Übergriff erlebt.
46,5 %
der betroffenen Frauen nannten eine*n (Ex-)Partner*in als übergriffige Person — eine fremde Person nur 12,4 %.
3,0 %
beträgt die Anzeigequote bei sexuellen Übergriffen unter betroffenen Frauen.
131.335
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden 2025 polizeilich erfasst — 2,8 % mehr als im Jahr davor.
Was bedeuten diese Begriffe?
Die Zahlen oben verwenden Fachbegriffe, die unterschiedlich weit gefasst sind. Tippe auf einen Begriff, um die Definition zu lesen.
Themen im Überblick
Zu sexualisierter Gewalt kursieren viele falsche Annahmen. Hier findest du, was Studien wirklich sagen - zu Häufigkeit, Alkohol und den Reaktionen Betroffener.
Wie häufig sind Menschen von sexualisierten Übergriffen betroffen und von wem gehen diese aus?
Prävalenz, das Verhältnis zur übergriffigen Person, Unterschiede nach Alter und Geschlecht sowie die Lücke zwischen Dunkelfeld und Polizeistatistik.
Welche Rolle spielen Alkohol und Drogen bei Zustimmung und Erinnerung?
Was Alkohol mit Urteilsvermögen und Gedächtnis macht, wie Blackouts entstehen – und warum Alkohol ein Kontextfaktor ist und keine Ursache.
Warum reagieren Menschen nach sexuellen Grenzüberschreitungen so unterschiedlich?
Freeze-Reaktionen, verzögerte Belastung, Selbstzweifel, Scham – und warum nicht jede betroffene Person eine PTBS entwickelt.
Wie wir mit Quellen umgehen
Jede Zahl auf diesen Seiten ist mit einer Quelle belegt und im Text mit einer hochgestellten Nummer gekennzeichnet. Am Ende jeder Unterseite findest du die vollständigen Angaben und einen Link zum Original.
Wichtigste deutsche Datenquellen sind die Dunkelfeldstudie LeSuBiA und die Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts. Für medizinische und psychologische Aussagen stützen wir uns auf die WHO, die S3-Leitlinie zur Posttraumatischen Belastungsstörung, das US-amerikanische NIAAA sowie auf systematische Reviews und Meta-Analysen. Rechtliche Angaben beziehen sich auf deutsches Bundesrecht.
Wo Schätzungen unsicher sind — etwa bei kleinen Fallzahlen — steht das ausdrücklich dabei.